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Mahjong - wo das Paaren zum Gewinnen führt

Mahjong, das chinesische Gesellschaftsspiel

Mahjong, das chinesische Gesellschaftsspiel (Foto: Ellicia on Unsplash)

Mahjong - das chinesische Traditionsspiel, das schon lange auch Europa und den Rest der Welt erobert hat, erfreut heute Fans aller Altersgruppen. Aber woher stammt der ursprünglich asiatische Gesellschaftsspielklassiker eigentlich?

Was sind die Grundregeln? Und warum sollten auch Sie unter die Mahjong-Spieler gehen? Diese und weitere Fragen klären wir im folgenden Artikel.

Herkunft und Spielweisen
Wann oder wo genau das alte chinesische Gesellschaftsspiel Mahjong zum ersten Mal auftauchte, ist kaum mehr nachzuvollziehen. Fest steht, dass das heute als Basis der vielen existierenden Spielvarianten dienende Regelwerk in den 1920er Jahren vom US-Amerikaner Joseph Park Babcock verfasst wurde.

Er hatte das von ihm später als MAH-JONGG betitelte Spiel auf seiner Reise durch die Republik China kennengelernt und adaptierte es wieder in seiner Heimat angekommen nach seinen Vorstellungen, um es als Marke zu verwerten.

Auch wenn mitunter behauptet wurde, dass das Spiel bereits über 4000 Jahre alt wäre, reichen die ersten dokumentierten Aufzeichnungen dazu lediglich in die 1870er Jahre zurück. 

Heute erfreut sich Mahjong in seinen mannigfaltigen Spielformen auf der ganzen Welt grösster Beliebtheit. Es kann mit bis zu vier Spielern als Gesellschaftsspiel aber auch - zum Beispiel am Smartphone - gegen einen Computer oder im Solitär-Modus gespielt werden.

Die Regelvarianten reichen von "Jewish American" bis hin zu "Hua Bao" - jener Form, die am wenigsten von Babcocks ursprünglichem Regelwerk abweicht und in Europa die gängigste Version ist.

Wie das Paaren zum Gewinnen führt - ein Überblick über die Grundregeln
Meist wird Mahjong wie bereits oben angemerkt mit vier Spielern gespielt. Zum Spiel gehören 144 oder aber 136 Spielsteine, die sogenannten Ziegel. Sie unterteilen sich in Bambus-, Zahl-, Münz-, und Windziegel sowie Sonderziegel (Geld, Drachen, Trumpf, Blumen, Jahreszeiten).

Zu Spielbeginn werden die Ziegel aufgeteilt, vor jedem Spieler als "Mauer" aufgebaut und bilden am Spieltisch somit ein Viereck. 

Der eigentliche Spielverlauf ähnelt jenem von Rommé. Jeder Spieler zieht reihum einen Ziegel aus der Mauer nach. Dafür legt er einen anderen Ziegel ab und muss dabei versuchen, vier sogenannte Figuren (Drilling, Vierling oder Folge - also eine Sequenz drei aufeinanderfolgender Steine) sowie ein Paar an Ziegeln zu bilden.

Wer dies als erstes schafft, gewinnt die Runde. Durch den Ausruf "Chi" ist es erlaubt, einen Ziegel, den ein Gegner soeben abgeworfen hat, für die Vervollständigung einer eigenen Kombination zu "stehlen".

Kommt das Spiel in die heiße Phase und ein Spieler ist kurz vor dem Gewinnen ähnelt Mahjong dem beliebten Kartenspiel "Uno": Fehlt Ihnen nur mehr ein Ziegel zum Sieg müssen Sie dies mit dem Ausruf "ting" bekanntgeben. 

Wird um Geld, Jetons oder Spielchips gespielt, folgt nachdem ein Gewinner ermittelt wurde, die Auswertung: In einem komplizierten Rechenvorgang, der die jeweils zum Sieg verwendeten Ziegel miteinschließt, wird ermittelt wie viel die anderen Spieler dem Sieger schulden.

Für wen es sich lohnt, Mahjong auszuprobieren
Mahjong eignet sich vor allem für diejenigen, die nicht nur dem Spielspaß frönen, sondern vor allem auch ihre grauen Zellen in Schwung halten möchten. Denn Mahjong erfordert zahlreiche kognitive Fähigkeiten und wird so oft auch zum Gedächtnis- und Gehirntraining gespielt - mitunter sogar auch, um Gedächtnisschwierigkeiten zu heilen oder ihnen vorzubeugen. 

Unterm Strich steht also: Mit einer Partie Mahjong unter Freunden oder gegen den Computer nutzen Sie Ihre Freizeit, um spielerisch Gehirnjogging zu betreiben. Ausprobieren wärmstens empfohlen!