Mit der Freizeit kommt der Psycho-Hammer

Ängste, Altersdepressionen, Sorgen, Alter

Wenn Ängste den Alltag bestimmen (Bild Ekaterina Novitskaya on Unsplash)

Der Weg in die Pensionierung kann Ängste und Sorgen auslösen.

Depressionen im Alter sind ein Problem, das man frühzeitig angehen muss.

Die berufliche Laufbahn ist abgeschlossen, das Rentenalter erreicht. Der neue Lebensabschnitt kann Möglichkeiten für viele Unternehmungen eröffnen, für die früher die Zeit fehlte.

Wenn Ängste den Alltag bestimmen

Angst ist ein wichtiger Schutzmechanismus. Gefährlich wird es, wenn Ängste den Menschen zu beherrschen beginnen. Diese Situationen können in jedem Lebensalter auftreten und führen häufig in schwere Depressionen.

Die grosse Gefahr im Alter besteht darin, dass aufgrund körperlicher Krankheiten psychische Probleme oft übersehen werden. Ältere Menschen gehen weniger offen mit Angstzuständen, Panikattacken und Depressionen um. Sie fürchten, für dement gehalten zu werden, möchten Angehören nicht mit ihren Sorgen zur Last fallen.

Viele ältere Menschen leiden an Einsamkeit, da viele Freunde und gleichaltrige Verwandte verstorben sind, die Kinder weit entfernt wohnen. Das begünstigt den völligen sozialen Rückzug, der häufig eine Depression begleitet.

Es ist normal, wenn Erkrankungen und schwindende Körperkräfte Angst machen, Menschen Angst haben, ihre Wohnung aufgeben und ins Heim ziehen zu müssen, Angst vor Stürzen und anderen Unfällen haben. Manchmal ufern solche Ängste aus. Der ganze Tag wird von Ängsten bestimmt.

Am Ende gibt es kaum noch etwas außer der Angst. Doch weder in jungen noch späten Jahren ist so ein Zustand hoffnungslos. Es gibt Hilfen, Wege aus der Angst und Vorbeugung gegen die Übermacht von Ängsten.

Aktiv gegen beherrschende Ängste und Sorgen

Ständigen Ängsten und Depressionen im Alter lässt sich wirksam mit einem aktiven Alltag vorbeugen. Gewiss können eine geringe Rente und körperliche Einschränkungen manche Pläne verhindern, doch es gibt immer Alternativen.

Soziale Organisationen und Kirchen bieten Veranstaltungen und Aktivitäten an. Vielleicht ist auch der ältere Nachbar allein. Man könnte gemeinsame Spaziergänge unternehmen oder sich zum Kaffee treffen. Warum nicht Hobby finden, z.B. zeichnen, stricken, Rätsel lösen, basteln?

Sich um ein Haustier zu kümmern, heisst wieder Verantwortung zu übernehmen und sich weniger einsam zu fühlen. Am besten ist ein Hund, der zum Spaziergang zwingt und Kontakte zu anderen Hundebesitzern fördert. Viele ältere, ruhige Hunde suchen ein Zuhause. Es ist gut, im Alter Vorsorge für den Todesfall zu treffen.

Sich dauernd auf den Tod zu fokussieren, heisst das Leben versäumen. Das Gleiche gilt für den Umzug ins Heim. Gute Informationen können die Angst davor mindern, aber die Sorge um die Wohnungsaufgabe sollte einer schönen Tagesgestaltung im Hier und Jetzt nicht im Weg stehen.

Je aktiver die Lebensteilhabe, desto geringer die Gefahr der Altersdepression. Haben Angstzustände bereits Besitz vom ganzen Denken und Fühlen ergriffen, ist der Arzt gefragt. Der Hausarzt kennt seine Patienten am besten. Bis zum Termin beim Psychotherapeuten kann er auch bereits hilfreiche Medikament verschreiben.

Angststörungen und Depressionen im Alter sind ebenso gut behandelbar wie in jüngeren Jahren. Wichtig ist, sie zu erkennen und Hilfe zu suchen.

Wo finde ich Hilfe bei Angststörungen im Alter?

Die erste Anlaufstelle sollte Ihr Hausarzt sein, der Ihnen einen Psychologen empfehlen kann. Bei einem gründlichen Gesundheitscheck können auch diffuse Krankheitsängste ausgeräumt oder eine körperliche Krankheit behandelt werden.

Wie schütze ich mich gegen Altersdepression?

Der beste Schutz gegen das Verselbstständigen von Ängsten sind ein strukturierter Alltag, gesellschaftliche Kontakte und Aktivität nach eigenen Möglichkeiten und psychologische Begleitung.

Warum sind Ängste im Alter so gefährlich?

Ängste und Depressionen führen oft zum gesellschaftlichen Rückzug, der im Alter schwerer umkehrbar ist als in jüngeren Jahren. Sprechen Sie mit Angehörigen und dem Arzt über Ihre Ängste, statt sie zu verbergen.