Inflation

Inflation frisst Ersparnisse auf!

Inflation frisst Ersparnisse auf

Immer mehr Anleger haben sich frustriert von der Börse verabschiedet und halten Ihr Geld auf dem vermeintlich sicheren Sparkonto. Die Zinsen sind tief, dafür gibt es keine Kursschwankungen. Ist das wirklich so? Was würde Inflation für das Sparen bedeuten? Viele Anleger sind sich nicht bewusst, was die Risiken sind.

Was würde Inflation für den Sparer bedeuten, der Geld auf dem Konto bei tiefen Zinsen hält? Besonders für Menschen kurz vor der Pensionierung ist es eine gute Idee bereits während des Berufslebens zu sparen, um danach den gewohnten Lebensstandard zu behalten. Doch erreiche ich dieses Ziel mit Ersparnissen auf dem Konto?

Wenig beachtet werden dabei die Risiken der Inflation. Heute ist es "noch" kein Problem. Wir erhalten in der Schweiz zwar nur 0.5% - 0.75% Zins auf dem Sparkonto doch die Inflation liegt bei 0% oder tiefer. Wir haben am Ende des Jahres real etwas verdient und die Ersparnisse bleiben erhalten.

Doch in unseren Nachbarländern können wir bereits die Folgen von Inflation beobachten. Die Zinsen sind höher - bei über 1% - doch die Inflation liegt bei 2% und mehr. Am Ende des Jahres ist der Realzins negativ und die Ersparnisse sind auf 98% gefallen. Die Inflation frisst die Ersparnisse auf.

Was ist Inflation? Inflation bedeutet das Ansteigen des allgemeinen Preisniveaus. Das Geld, womit wir täglich bezahlen, wird weniger wert. Darum sprechen wir bildlich von Geldentwertung und nicht von Inflation. Klassisches Beispiel in der Schweiz sind die Krankenkassen Prämien, die in den letzten Jahren jedes Jahr zwischen 2% und 5% gestiegen sind. Wie kann ich das bezahlen?

Was tun bei hoher Inflation? Dieses Szenario steht immer wieder einmal im Raum. Besonders heute wird die Geldmenge massiv ausgeweitet, um den Kurs des Franken zum Euro stabil zu halten. Das Gleiche passiert weltweit, was die Ängste vor einer Geldentwertung beflügelt. Historisch ist dieser Zusammenhang gut belegt. Auch die Schweiz erlebte Inflationsraten von 4% und mehr zwischen 1980 und 1990.

In diesem Fall müssen Sparer Anlagemöglichkeiten suchen, die mehr Zinsen abwerfen, als das Geld an Wert verliert. Die wichtigsten Anlagen in diesem Umfeld sind sogenannte Realwerte wie Aktien und Immobilien.  Auch hier ist es wichtig, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Eine gute Balance bei den Anlagen minimiert das Risiko.