5-GLETSCHER-FREERIDE-TOUR (TAG 2)

Eiswüste und Frühlingswärme

Freeride, Tourenskifahren, Pulver, Völkl, Dalbello, Marker, 50PLUS

Schnee- und Wettergott sind unsere Freunde. Bergführer Flo in extremis (Foto: Julian Bückers)

2315 Höhenmeter mit Fellen hoch, 7575 Höhenmeter im Tiefschnee wieder runter. Das sind die verheissungsvollen Eckdaten der Querung von Österreichs Alpenhauptkamm von Osten nach Westen. Auf Einladung von Völkl, Marker und Dalbello ging auch die 50PLUS-Redaktion mit.

2. Etappe: Vom Stubaital ins Ötztal

Kaiserwetter! Blauer kann der Himmel nicht mehr sein. Wir starten auf dem Stubaier Gletscher, verlassen beim Eisjoch die Piste, hinunter in die faszinierende Einsamkeit der Eiswüste. Jeder lebt seinen Fahrstil im wunderbaren Tiefschnee aus – mal die direktere Linie carvend, mal eher elegant wedelnd. Je nach Schule und eigener Überzeugung.
 

Dalbello-Marketingchefin Julia im Aufstieg zur Warenkarscharte (Foto: Julian Bückers)


Kitt aus Idaho erklärt uns, dass es bei ihnen in den USA scherzhaft «schnudeling» heisse, das Wedeln vom Berge. Und einer der Bergführer sagt, nach alter Schule gebe es nur an wenigen Stellen beim Tiefschneefahren einen Grund, nicht zu wedeln. 

In Spitzkehren gewinnen wir dann Höhe im steilen Gelände bis zur Warenkarscharte. Die Fernsicht reicht bis zu den Dolomiten. Nach ein paar langgezogenen Schwüngen hinunter auf den Wütenkar-Gletscher auf 3100 Metern über Meer verpflegen wir uns aus den Rucksäcken.

 

Teilnehmer Boris aus Frankreich war das Mittagessen zu langweilig... (Foto: Julian Bückers)


Der französische Teilnehmer entdeckt ein steiles Couloir, zieht los und zieht eine atemberaubende Linie in den Schnee, während wir unsere Sandwiches essen. Der nächste kurze Aufstieg führt uns auf die Schulter unterhalb der Hochstubaihütte.

In den Südhängen hinunter nach Sölden spüren wir die Frühlingswärme. Die Route führt durch einen Steingarten mit wenig Schnee. Die erfahrenen Bergführer sind gefordert. Auch für sie ist das Terrain neu.

Wir erreichen die Baumgrenze, dann einen schattigen Forstweg bei der Kleblealm, auf dem wir fast wie auf einer Bobbahn hinunter ins touristisch imposante Sölden fahren können. Die Menschen sitzen in T-Shirts in den Cafés. Dazwischen wir, die alle Klimastufen zwischen Hochgebirge und Blumenwiese an einem Tag erleben dürfen.


Steiler Anstieg mit vielen Spitzkehren. Die Belohnung wartet auf der anderen Seite (Foto: Julian Bückers)

 



Wie wenns uns bewusst gewesen wäre: Rhombus-Formation auf den Gletscher hinunter (Foto: Julian Bückers)

 

Zahlen zur 5-Gletscher-Tour

1. Etappe: Vorderlanersbach (Zillertal) – Fulpmes (Stubaital)
Skigebiet Hintertux
Distanz: 11,11 km
Höchster Punkt: 3040 Meter ü.M.
Aufstieg: 620 Höhenmeter
Abfahrt: 2333 Höhenmeter

2. Etappe: Fulpmes – Sölden (Ötztal)
Skigebiet Stubaier Gletscher
Distanz: 10,39 km
Höchster Punkt: 3198 Meter ü.M.
Aufstieg: 541 Höhenmeter
Abfahrt: 2267 Höhenmeter

3. Etappe: Sölden - Weisswald (Pitztal)
Skigebiet Sölden
Distanz: 7,33 km
Höchster Punkt: 3221 Meter ü.M.
Aufstieg: 221 Höhenmeter
Abfahrt: 722 Höhenmeter

4. Etappe: Weisswald – Feichten (Kaunertal)
Skigebiet Pitztal
Distanz: 14,9 km
Höchster Punkt: 3467 Meter ü.M.
Aufstieg: 933 Höhenmeter
Abfahrt: 2253 Höhenmeter
 



Unsere Spuren im Schnee. Nur unsere Spuren. (Foto: Julian Bückers)

Text: Peter Röthlisberger; Fotos: Julian Bückers. Der Autor nahm auf Einladung der Firmengruppe MDV (Marker, Dalbello, Völkl) an der Gletscher-Freeridetour teil. Die Ausrüstung wurde von den Organisatoren zur Verfügung gestellt.