Viele ältere Menschen trinken zu wenig

Tena, Wasser

Wasser ist lebensnotwendig!

Warum Trinken im Alter so wichtig ist Wasser ist lebensnotwendig. Die Zellen brauchen es, das Gehirn braucht es und auch für viele Stoffwechselprozesse ist Wasser zwingend notwendig. Wie können Sie einem Flüssigkeitsmangel vorbeugen? Und wie können Sie sich selbst überlisten, wenn Sie eigentlich gar keinen Durst verspüren? Wir geben einen Überblick.

Wie können Sie einem Flüssigkeitsmangel vorbeugen? Und wie können Sie sich selbst überlisten, wenn Sie eigentlich gar keinen Durst verspüren? Wir geben einen Überblick.

Da das Durstgefühl bei den meisten Menschen mit zunehmendem Alter nachlässt, kann es passieren, dass Sie hin und wieder schlicht vergessen, etwas zu trinken. Wer sich im Laufe seines Lebens nicht angewöhnt hat, am Tag regelmäßig zu trinken, ist im Alter anfälliger, zu dehydrieren. Dieses Problem kann durch weitere Faktoren verschärft werden: Viele ältere Menschen vermeiden es zum Beispiel, vor dem Schlafengehen zu trinken, weil sie nachts nicht die Toilette aufsuchen möchten. Menschen, die an einer leichten Inkontinenz leiden, trinken ebenfalls oft zu wenig. Denn sie haben Angst vor ungewolltem Urinverlust.

Wie sich Flüssigkeitsmangel auf die Gesundheit auswirkt

Mindestens 1,5 Liter soll man täglich trinken, so die Empfehlung von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern. An heißen Tagen, bei körperlicher Anstrengung, einem Infekt mit Fieber oder einem Magen-Darm-Infekt ist ausreichend Trinken besonders wichtig; der Flüssigkeitsbedarf ist dann deutlich höher. Permanenter Flüssigkeitsmangel kann sogar bestimmte Beschwerden begünstigen. Trockene, gereizte Augen, Gelenkbeschwerden oder spröde, juckende Haut können sich verschlimmern, wenn man über einen längeren Zeitraum zu wenig trinkt. Weitere Symptome eines Flüssigkeitsmangels sind unter anderem mangelnde Konzentrationsfähigkeit und Kopfschmerzen.

Umgekehrt lässt sich mit einer hohen Flüssigkeitszufuhr einigen Erkrankungen vorbeugen bzw. der Heilungsprozess unterstützen. Bei einem grippalen Infekt mit Schnupfen und Husten raten Hausärzte immer, möglichst viel zu trinken. Auch zur Therapieunterstützung sowie zur Vorbeugung einer Blasenentzündung gilt diese Empfehlung, denn wer viel trinkt, muss auch häufig zur Toilette. Positiver Nebeneffekt: Die Keime werden mit dem Urin ausgeschwemmt. Wie dieser Ratgeber ausführt, sollten vor allem Frauen ausreichend trinken, denn aufgrund ihrer kurzen Harnröhre sind sie anfälliger für Blasenentzündungen. Spezielle Blasentees wirken hartreibend, Cranberrysaft wird sogar eine desinfizierende Wirkung nachgesagt.

So gelingt es Ihnen, ausreichend zu trinken

Nicht jeder mag ausschließlich Wasser trinken; vielen Menschen schmeckt es auch schlicht nicht. In diesem Fall können Sie Wasser mit Fruchtsäften mischen oder moderat gesüßte Früchte- und Kräutertees aufbrühen. Smoothies und Gemüsesäfte versorgen den Körper mit Flüssigkeit und enthalten überdies viele Vitamine und Mineralstoffe. Sie trinken dann eben nicht aus Durst, sondern aus Appetit – Ihrem Körper ist das jedoch egal. Auch ist inzwischen der Mythos widerlegt, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht. Der Kaffee am Morgen oder Nachmittag darf also zur täglichen Trinkmenge hinzugerechnet werden. Allerdings sollten koffeinhaltige Getränke generell nur in Maßen genossen werden.

Wenn Sie wissen, dass Sie eher zu wenig trinken, können Sie sich selbst überlisten. Nämlich indem Sie einen Teil der empfohlenen Flüssigkeitsmenge über die Nahrung aufnehmen. Essen Sie viel wasserhaltiges Obst und Gemüse – Gurken, grüne Salatsorten, Tomaten und Zucchini haben einen Wassergehalt von über 90 Prozent, Melonen und Zitrusfrüchte ebenso. Gewöhnen Sie es sich an, jeden Tag eine Schale gemischten Salat zu essen. Ein Becher Joghurt mit frischen Beeren schmeckt zum Frühstück oder als Imbiss am Nachmittag; ein Teller Suppe kann mal Vorspeise, mal Hauptmahlzeit sein. Wasserhaltige Lebensmittel können regelmäßiges Trinken nicht ersetzen, doch immerhin bis zu einem Drittel der täglich benötigten Flüssigkeitsmenge lässt sich mit ihnen decken.

Etablieren Sie am besten eine regelrechte Trinkroutine, indem Sie sich beispielsweise gleich nach dem Aufstehen ein Glas Saft eingießen, zu jeder Mahlzeit zwei kleine Gläser Wasser trinken und sich nachmittags eine kurze Auszeit mit einer Tasse Tee gönnen. Stellen Sie an Ihren Lieblingsplätzen in der Wohnung immer eine Flasche Wasser, ein Glas Schorle oder eine Thermoskanne mit Tee auf.

Bildrechte: Flickr The Water Story Konstantin Stepanov CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten