ENERGIE SPAREN

Gezielte Energiesparmaßnahmen mit langfristiger Wirkung

Das Leben in den eigenen vier Wänden möchte jeder so lange fortführen, wie es geht. Ist das Haus schon älter, lohnt es sich oft, gezielte Energiesparmaßnahmen zu ergreifen, um den Verbrauch zu senken.

Das entlastet die Haushaltskasse Monat für Monat. Zudem erhöht dies den Wiederverkaufswert und bringt hohe Rücklagen. Welche Energiesparmaßnahmen mit wenig Aufwand spürbare Effekte bringen und welche größeren Investitionen sich bereits kurzfristig rechnen, zeigt dieser Artikel.


Nötige Sanierungsarbeiten ausnutzen

Muss das Dach neu gedeckt werden oder das Haus gestrichen, sollte die Zeit für weitere Maßnahmen genutzt werden. Hausbesitzer haben dann die Gelegenheit, die Dämmung des Hauses zu bessern und damit enorme Energieeinsparungen zu ermöglichen. So ist die Dämmung der Kellerdecke oder obersten Geschossdecke schnell ergänzt und in Eigenregie machbar. Oft ist der Platz auf dem Dachboden ungenutzt oder dient seit vielen Jahren ausrangiertem Gerümpel als letzte Ruhestätte, das auf dem Sperrmüll besser aufgehoben ist. Zudem lassen sich Rollladenkästen oder Heizkörpernischen leicht dämmen. Damit ist wieder eine kleine Wärmebrücke entfernt, die dann nicht mehr länger das Konto belastet.

Warum Heizkörpernischen dämmen?

Mit dem Heizkörper in einer Nische erwärmt sich die Außenwand stark und das Haus verliert viel Wärme nach außen. Dämmstoffplatten schaffen Abhilfe, wenn hinter dem Heizkörper genug Platz ist. So wird der Wärmeverlust mit einfachen Mitteln stark reduziert. Oft muss der Heizkörper kurzzeitig abgenommen werden. Die Dämmstoffplatten sind lückenlos und über die gesamte Fläche der Wand zu verkleben. 

Warum Türen und Fenster abdichten?

In vielen alten Häusern sind Türen und Fenster meist undicht. Unter Türen helfen beispielsweise Dichtungsbänder und Bürstenabdichtungen. Diese sind leicht selber anzubringen. Damit lassen sich Energieverluste und Zugluft vermeiden.

Eine neue Haustür bringt Sicherheit

Eine neue und moderne Kunststofftür bringt Sicherheit und spart Energie ein, da der Wärmedurchgang gering ist. Deshalb ist eine neue Tür eine wertsteigernde Investition für die Immobilie einerseits und sie bringt andererseits eine sofortige Kostenreduzierung bei den laufenden Ausgaben für die Heizung. Haustüren gibt es in vielen Designs, so dass es für jeden Baustil passende Modelle in unterschiedlichen Preisklassen gibt. Eine einfache Haustür mit mittlerer Sicherheit liegt preislich im mittleren vierstelligen Bereich.

Das gleiche gilt für neue Fenster. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen hinsichtlich des Einbruchschutzes. Auch die Dämmeigenschaften fallen je nach Querschnitt gut bis sehr gut aus. Ein handelsübliches Fenster mit einem Flügel kostet mit fachgerechtem Einbau inklusive Entsorgung des alten Fensters zwischen 1.000 und 1.500 €.

Mit LED-Lampen geht ein Licht auf

Geht eine der alten Glühbirnen kaputt, ist es dringend an der Zeit, das Haus mit neuen, energieeffizienten und langlebigen LED-Lampen auszustatten. LED-Lampen bieten mittlerweile viele Farbvariationen und Einsatzmöglichkeiten. Aber nicht nur mit dem passenden Licht lässt sich das   Haus gemütlich gestalten, wie im Beitrag Geschmackvolle Einrichtungsideen für das Wohn- und Schlafzimmer zu lesen ist.

 

Glühlampe gegen LED-Lampe tauschen: einfach und effizient 

Energieeffiziente Geräte

Durch den Austausch von alten Geräten durch energieeffiziente Geräte lässt sich schnell und einfach Energie sparen. Mit dem eigenen Verhalten nehmen Bewohner großen Einfluss auf den Verbrauch. 

Beispiel: Kühl- und Gefrierschränke nutzen circa ein Fünftel des Stroms im Haus. Stehen die Kühlgeräte in der Sonne oder neben einer Heizung, ist der Verbrauch deutlich höher. Außerdem gehört nur abgekühltes Essen in den Kühlschrank. Wer warme Speisen hineinstellt, provoziert einen Verbrauchsschub. Tipp: Vor Öffnung des Kühlschranks überlegen, was entnommen werden soll und die Tür schnell schließen. Außerdem beugt ein übersichtlich organisierter Kühlschrank langen Suchzeiten vor, in denen Wärme und Feuchtigkeit in das Gerät gelangen.

Richtig heizen

Der Einbau einer neuen Heizungsanlage kann kostspielig sein und ist für viele ältere Hausbesitzer keine Option. Doch mit diesen Tipps lässt sich sparen:

  • Raumtemperatur richtig wählen: Im Wohnzimmer und der Küche reichen Temperaturen von 19-21 °C aus. Etwas wärmer darf es im Badezimmer mit 21-23 °C sein. Im Schlafzimmer empfehlen sich 16-18 °C für einen guten Schlaf.
  • Verhalten bei Verlassen des Hauses und nachts: Die Temperaturen können in dieser Zeit gesenkt werden. Unter 16 °C sollte die Temperatur jedoch nicht sinken. Dies gilt auch für wenig genutzte Räume, wie Hauswirtschaftsraum oder Keller. So lässt sich Feuchtigkeit vermeiden.
  • Fenster auf bedeutet Heizung auf null stellen, sonst heizt sich die Luft für draußen auf und nicht für die jeweiligen Räume.
  • Heizkörper freihalten: Keine Vorhänge, Möbel oder Kleider sollten den Heizkörper einschränken. Nur frei von Hindernissen funktioniert die Heizung optimal und kann die gesamte Leistung erbringen.
  • Mit der Änderung der Raumtemperatur um 1 °C lassen sich circa 6 Prozent Heizkosten einsparen. 
  • Heizung entlüften und Heizungsrohre dämmen. Nicht vergessen, das Wasser für die Heizung nachzufüllen.

Mit dem Einsatz von programmierbaren Thermostaten lässt sich die Temperatur perfekt nach den Wünschen einstellen. Sie lassen sich selber oder vom Fachmann schnell anbringen und können wiederverwendet werden. Der geringe Aufwand bringt einen großen Effekt.

Lüften leicht gemacht

  1. Schlafzimmer nach dem Aufstehen gut lüften, um die entstandene Feuchtigkeit aus Möbeln, Putz und Kleidung zu entfernen.
  2. Nach dem Duschen, Kochen und Wischen stoßlüften. 
  3. Kurz querlüften mit weit geöffneten Fenstern und Türen sorgt für einen effektiven Luftaustausch.
  4. Gekippte Fenster nach kurzer Zeit wieder schließen. Die Kippstellung kühlt die Fensterwangen aus, lässt dort Feuchtigkeit eindringen und begünstigt Schimmelbildung. Wer nachts bei geöffnetem Fenster schläft, sollte die Kippstellung minimal halten.
  5. Türen zu anderen Räumen beim Lüften schließen, um das Auskühlen des Hauses zu vermeiden.

 

Im Alter glücklich bleiben und energieeffizient wohnen.

Verhalten an Ausstattung anpassen

Ist das Haus schon saniert und in einem guten energieeffizienten Zustand, können Bewohner zusätzlich an ihrem Verhalten arbeiten. In diesem Zusammenhang kehren die altbewährten Methoden wieder zurück:

  • Verpackung und Plastik vermeiden und ein Einkaufsnetz nutzen
  • Beim Kochen den Deckel auf dem Topf lassen
  • Saisonales Obst und Gemüse kaufen
  • Fleischkonsum reduzieren
  • Recyclingpapier nutzen
  • Stofftücher statt Papiertaschentücher verwenden
  • Leitungswasser statt Wasser aus der Plastikflasche trinken
  • Sparduschkopf benutzen.
  • Jalousien oder Rollos in der Nacht geschlossen halten.

Zusätzlich die Umwelt schonen

All diese Tipps sorgen nicht nur für weniger Kosten für Strom und Heizung im Eigenheim. Die Umwelt wird durch den gesenkten CO²- Ausstoß geschont und bietet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, damit auch zukünftige Generationen gut leben können.