Für Kinderbetreuung sind Omi und Opa sehr wichtig

Bei der Kinderbetreuung spielen Grosseltern in vielen Familien eine dominierende Rolle. Vor allem bei der Betreuung von unter Dreijährigen.
Für Kinderbetreuung sind Omi und Opa sehr wichtig
Von der Kinderbetreuung durch die Grosseltern profitieren alle Beteiligten (Bild iStock)

Das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen ist in vielen Regionen nicht ausreichend ausgebaut. Besonders für die Allerkleinsten fehlt es oft an Betreuungsplätzen. Mütter finden keine Entlastung und am Wiedereinstieg in den Beruf ist gar nicht zu denken. Familien, die mit Grossvater und Grossmutter für die Enkel gesegnet sind, haben dann grosses Glück. Denn oftmals funktioniert der Alltag junger Familien ohne Unterstützung von Grossmutter oder Grossvater nicht. Grosseltern sind oft schon im Ruhestand und freuen sich über die Beschäftigung mit den Enkelkindern. Ausserdem können Oma und Opa auch zu Zeiten, an denen keine Kinderbetreuung mehr geöffnet hat, aushelfen, wie beispielsweise, wenn die Eltern in den Nachtdienst müssen oder sehr zeitig zu arbeiten beginnen. Im Westen von Deutschland beispielsweise werden fast 20 Prozent der Kinder von Oma und Opa betreut. Schuld daran ist der mangelnde Kindertagesstätten-Ausbau in Regionen, wo die Besiedlung voranschreitet. Aber generell mangelt es an Tagesstätten und Personal, um Kinder betreuen zu lassen.

Die Kinderbetreuung durch Oma und Opa hilft vor allem Müttern

Die Betreuungsplätze für Kleinkinder sind in vielen Regionen einfach nicht ausreichend. Mütter werden deshalb oft mit ihren Kindern unter drei Jahren sprichwörtlich alleine gelassen. Denn der berufstätige Partner kann sich tagsüber nicht an der Pflege und Freizeitgestaltung des Kindes beteiligen. Alleinerziehende Mütter haben oft überhaupt keine Pause zum Durchatmen. Gibt es eine Grossmutter, die helfen kann, bedeutet das für die Haupterzieherin eine enorme Entlastung. Dies sorgt für eine zufriedenere Mutter-Kind-Beziehung sowie allgemein für eine verbesserte Kinderbetreuungssituation. Zudem wirkt sich die verbesserte Situation auch auf die Zufriedenheit des Kindes und seine emotionale und soziale Stabilität aus.

Von der Kinderbetreuung durch die Grosseltern profitieren alle Beteiligten

In modernen Familien wäre es ohne Oma und Opa oft nicht möglich, dass beide Eltern Arbeit und Privatleben entspannt unter einen Hut bringen. Haushalte, bei denen Oma und Opa helfen, profitieren aber ganz besonders davon. Und das betrifft tatsächlich alle Beteiligten solch einer Drei-Generationen-Konstellation.

  • Mütter können ohne Sorgen Ihrer Arbeit nachgehen - auch abends und nachts, wenn nötig
  • Mütter von kleinen Kindern haben einen entspannteren Alltag, was sich positiv auf die Beziehung zum Kind und auf das Wohlbefinden des Kindes auswirkt
  • Beziehungen zu unterschiedlichen Menschen und Altersgruppen wirken sich ganz allgemein psychologisch sehr positiv aus
  • Kinder lernen von Oma und Opa ganz andere Dinge, als von Eltern
  • Grosseltern haben das Gefühl, den Alltag nützlich zu gestalten - sie fühlen sich gebraucht und können sich und ihre Erfahrungen sinnvoll einsetzen
  • Enkel sorgen dafür, dass Oma und Opa fit und aktiv bleiben

Bei der Betreuung der Enkel auf die eigenen Grenzen achten

Wieviel Oma und Opa zur Betreuung der Enkel beitragen, sollte keinesfalls über die eigenen Grenzen hinausgehen. Denn Menschen im Ruhestand sollten diesen auch geniessen und Zeit für sich haben. Ausserdem sollten Sie unbedingt auch auf die eigene Gesundheit achten. Denn wenn es Ihnen nicht gut geht, können Sie auch niemanden anderen eine Hilfe sein. Am allerwenigsten helfen Sie dann Ihrem Enkel. Denn Kinder spüren sehr schnell die Überforderung. Keinesfalls sollten Sie sich bei der Hilfe übernehmen. Denn sonst schlägt sich all das Positive schnell in Stress und negative Folgen auf Ihre Gesundheit aus.

Wie viele Grosseltern helfen heutzutage überhaupt noch bei der Kinderbetreuung?

Früher lebten alle Generationen unter einem Dach und jeder konnte einen sinnvollen Betrag für das gemeinschaftliche Zusammenleben leisten. Die Alten kümmerten sich um die Jungen und die Jungen um die Alten. Man könnte meinen, dass dies heute nicht mehr der Fall ist. Tatsächlich aber übernehmen Oma und Opa häufig die Betreuung der Kinder. In Deutschland sind es mit 48 Prozent fast die Hälfte aller Grosseltern, die im Haushalt der Kinder aushelfen.

Was sollte man für eine gesunde Mehrgenerationenbeziehung unbedingt beachten?

Wichtig ist, dass Omas und Opas, auch wenn sie sich in einem umfangreichen Masse um die Enkel kümmern, nicht die Überhand übernehmen. Es sollte keinesfalls ein Konkurrenzkampf entstehen und die Autorität der Kindeseltern infrage gestellt werden. Dafür sollten Grosseltern auch gerne die Enkel verwöhnen dürfen. Wenn jeder seine Rolle kennt, funktioniert auch die Beziehung.

Warum ist die Kinderbetreuung durch Oma und Opa für Kinder so wichtig?

Kinder profitieren von diesem innerfamiliären Betreuungsmodell sehr. Denn sie fühlen sich von Oma und Opa uneingeschränkt geliebt. Zugleich lernen sie viel von der älteren Generation. In unserem digitalen Zeitalter lernen Kinder oft keine praktischen und handwerklichen Dinge mehr. Egal ob Nähen, Stricken, Tischlern, Backen oder Gärtnern, Omas und Opas gehen dabei oft mit viel Geduld an die Sache heran und Kinder erfahren, ganz normale Tätigkeiten auszuführen.


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