Besser schlafen

Die optimale Pflege für eine kuschelige Nacht

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Ein drittel des Tages verbringen wir durchschnittlich im Bett (Bild Adobe Stock)

Wussten Sie schon? Wer krankheitsbedingt – z. B. mit Grippe oder Erkältung – das Bett hüten muss, sollte darauf achten, die Bettwäsche entsprechend häufiger zu wechseln.

So gilt statt dem üblichen Zwei- bis maximal Drei-/Vier-Wochen-Rhythmus hier: wöchentlich wechseln! Und möglichst bei 60 Grad waschen. Beachten Sie jedoch dabei die Tipps vom Schlafexperten Hüsler Nest und bleiben Sie gesund!

Ein Drittel des Tages verbringen wir durchschnittlich im Bett. Es ist unsere persönliche Wohlfühlzone für entspannte Lesestunden, ein gemütliches Frühstück, kuschelige Powernaps und vor allem die wohlverdiente Nachtruhe.

Bei so viel Zeit im Bett hinterlassen wir auch jede Menge Spuren. Daher darf die nötige Hygiene nicht zu kurz kommen. Jede Nacht verlieren wir fast einen halben Liter Feuchtigkeit durchs Schwitzen. Schweiss zieht nicht nur jede Menge Bakterien an, er ist auch die ideale Voraussetzung für Schimmel. Zudem verlieren wir während des Schlafens viele kleine Hautschüppchen, die Milben eine optimale Nahrungsgrundlage bieten.

Die kleinen Mitbewohner, die es sich nachts in Bettwäsche, Laken und Matratze gemütlich machen, können über kurz oder lang Allergien und Atemwegsbeschwerden hervorrufen. Deshalb ist das regelmässige Waschen der Bettwäsche unerlässlich.

Natürlich nicht jeden Tag, aber alle zwei bis vier Wochen sollte man seine Bettwäsche reinigen. Beim Waschrhythmus kommt es vor allem auf die persönlichen Bedürfnisse an. Menschen, die nachts stärker schwitzen, sollten ihr Bettzeug besser wöchentlich wechseln. Das gilt auch für Hausstauballergiker, Nacktschläfer und Haustierbesitzer, die ihre flauschigen Freunde mit im Bett übernachten lassen.

Neben den allgemeinen Gewohnheiten spielt auch die Jahreszeit eine wesentliche Rolle für den Waschturnus: Nach heissen Sommernächten ist die Reinigung öfter nötig als in kühleren Monaten.  

Auch das Material der Bettwäsche ist bei der Pflege zu beachten. Neben der unempfindlichen Baumwolle oder Mikrofaser, aus denen Bettwäsche üblicherweise besteht, gibt es noch eine Reihe weiterer Stoffe, die mit ihren individuellen Vorzügen glänzen. Jersey und Renforcé-Bezüge eignen sich beispielsweise perfekt für den Sommer.

Die Fasern sind pflegeleicht, temperaturregulierend und sehr saugfähig. Dagegen sind Biber- und Flanell-Bettwäsche perfekt für den Winter. Durch ihre angeraute Oberfläche wirken die Stoffe nicht nur besonders kuschelig und weich, sondern wärmen auch besser. Ein saisonaler Allrounder ist Seersucker-Bettwäsche.

Aufgrund seiner kreppartigen Oberflächenstruktur liegt das Material nie direkt auf der Haut auf, wodurch eine gute Luftzirkulation gewährleistet wird. Satin-, Leinen- und Seiden-Bezüge zählen zu den luxuriöseren Varianten. Die Stoffe sehen edel aus und sind zudem besonders hautfreundlich, atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend.

Gerade Seide bietet sich optimal für Allergiker an: Die exklusiven Fasern sind hypoallergen und weisen Milben, Keime und Bakterien ab. 

Im Allgemeinen gilt: Kochwäsche bei 95 Grad sollte nur in seltenen Fällen in Betracht gezogen werden – wie zum Beispiel nach einer ansteckendenden Erkrankung oder stärkerer Verschmutzung. Unter den hohen Temperaturen leiden nämlich selbst die strapazierfähigsten Materialien.

Während Bettwäsche aus Baumwolle, Mikrofaser, Jersey und Renforcé bei Temperaturen bis 60 °C problemlos zu reinigen ist, vertragen die feinen Satin-, Leinen- und Seiden-Gewebe nur Temperaturen bis maximal 40 °C. Da die Fasern jedoch von Natur aus eine antibakterielle Wirkung haben, sind höhertemperierte Waschgänge auch gar nicht nötig.

Genau wie hohe Gradzahlen vertragen die empfindlichen Stoffe auch keine hohen Schleudergänge. Für die pflegeleichten Baumwollgewebe stellen schnellere Umdrehungen kein Problem dar.

Ist der Waschgang richtig eingestellt, fehlt nur noch das passende Waschmittel. Prinzipiell trifft man mit einem normalen Colorwaschmittel eine sehr gute Wahl: Es ist bei nahezu allen Temperaturen aktiv und eignet sich für viele Wäschesorten. Sensiblere Materialien wie Seide und Wolle können durch normale Waschmittel jedoch beschädigt werden.

Daher empfiehlt sich hier ein spezielles, mildes Waschmittel ohne Enzyme, Seifen oder Zusatzstoffe. Auch mit dem Gebrauch von Weichspüler sollte man sparsam umgehen. Er mindert die Saugfähigkeit der Bettwäsche und enthält oftmals Duftstoffe, die zu Kopfschmerzen oder sogar Schlafstörungen führen können.

Anstelle von Weichspüler kann man übrigens Essig benutzen. Er erzeugt ein ebenso zartes Kuschel-Feeling und sein Geruch verfliegt gänzlich während des Spülvorgangs. Für eine besondere Griffigkeit und einen langanhaltenden Frischeeffekt sorgt derweil der Zusatz von Speisestärke zur Wäsche.

Wer seine Bettwäsche bei niedrigeren Temperaturen unter 60 °C zu reinigen pflegt, der sollte gelegentlich zu Hygienespüler greifen. Das Zusatzmittel desinfiziert das Bettzeug von Bakterien und Keimen, die bei 30 oder 40 °C schwieriger zu entfernen sind als bei heisseren Waschgängen. 
 
Generell empfiehlt sich für die optimale Reinigung der Bettwäsche, diese vorher auf links zu drehen. Auf diese Weise lassen sich Fusseln auf der Innenseite besser abspülen. Ausserdem bleiben Farben so länger strahlend. Um das Material möglichst zu schonen, sollte man Bettwäsche lieber getrennt von der restlichen Kleidung waschen.

So können sich auch keine Socken oder andere kleine Wäscheteile in Laken oder Bezug verfangen. Nach dem Waschen trocknet die Wäsche am besten an der frischen Luft.

Neben Laken und Bezügen sollten aber auch Kissen, Decken und die Matratze sauber gehalten werden. Ein paar Minuten Stosslüften nach dem Schlafen hilft gegen die Feuchtigkeit in der Matratze. Kissen und Decken sollte man täglich gut aufschütteln und lüften. Betttextilien aus Naturfasern haben eine selbstreinigende Funktion.

Wenn die Fasern mit Sauerstoff in Verbindung kommen, öffnen sie sich und eingeschlossene Verunreinigungen, lassen sich einfach ausschütteln. Wenn alles sauber ist, fühlt man sich doch gleich viel wohler: Es geht doch nichts über das Gefühl, sich abends in ein frischbezogenes und wohlriechendes Bett zu kuscheln.

Schlafen Sie gut und bleiben Sie gesund!

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