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Was man über das Augenlasern wissen muss 

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Welche Vor- und Nachteile bietet die Laserbehandlung der Augen (Bild V2osk In on Unsplash)

Für viele Menschen kann eine Augenlaser-Operation die Sehschwierigkeiten korrigieren, so dass sie keine Brille oder Kontaktlinsen mehr benötigen. Die Laser-Augenchirurgie formt die Hornhaut, den klaren vorderen Teil des Auges, neu.

Dies ändert die Fokussierung des Auges. In der Medizin gibt es verschiedene Arten der Laser-Augenchirurgie. LASIK ("Laser-unterstützte In-situ-Keratomileusis") ist eine der am häufigsten angewandten Methoden.

Aber wie alle medizinischen Verfahren, hat auch das Lasern der Augen sowohl Vorteile als auch Risiken.  

Welche Vor- und Nachteile bietet die Laserbehandlung der Augen 
Seit mehr als 25 Jahren ist es möglich, Augen lasern zu lassen. Bei fast allen Patienten verschwinden danach Sehschwierigkeiten wie beispielsweise Weitsichtigkeit. Dies sind die Vorteile einer Laser-Behandlung der Augen: 

  • Die Augen zu lasern ist aufgrund der verwendeten betäubenden Tropfen nur mit sehr geringen Schmerzen verbunden 
  • Die Sehschwierigkeiten werden sofort behoben 
  • Augen lasern erfordert keine Stiche oder Bandagen 
  • Weitere Anpassungen können Jahre nach dem Lasern der Augen vorgenommen werden. Dadurch können Sehschwierigkeiten weiter korrigiert werden, zum Beispiel wenn sich das Sehvermögen im Alter ändert 
  • Nach dem Lasern sind die meisten Patienten nicht mehr abhängig von Brillen oder Kontaktlinsen 

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch ein paar Nachteile der LASIK Augenchirurgie

  • Das Verfahren ist technisch sehr komplex. Selten auftretende Probleme können das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen 
  • Durch das Augen lasern verschlechtert sich in seltenen Fällen das Sehvermögen und wird schlechter, als beim Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen. 

Mögliche Nebenwirkungen einer Augenlaser-Operation 
Einige Patienten fühlen sich in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Augenoperation unwohl. Andere, seltene Nebenwirkungen können sein: 

  • Blendung, Lichtempfindlichkeit 
  • Sehen eines Heiligenscheins (Halos) um Bilder 
  • Schwierigkeiten beim Fahren in der Nacht 
  • Schwankendes Sehvermögen 
  • Trockene Augen 

Wenn Sie Probleme mit trockenem Auge haben, Kontaktlinsen tragen, bestimmte Medikamente einnahmen oder andere Krankheiten haben, sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt darüber, wie sich dies auf das Augenlasern auswirken könnte.  

Das Lasern der Augen wird nicht für Patienten mit Diabetes, rheumatoider Arthritis, Lupus, Glaukom, Herpesinfektionen des Auges, Katarakten, Erkrankungen der Hornhaut und Netzhauterkrankungen empfohlen. 

Die Vorbereitung auf eine Augenlaser-Operation 
Vor dem Lasern der Augen treffen Sie sich mit dem Augenchirurgen. Dieser klärt Sie darüber auf, was während und nach dem Eingriff zu erwarten ist. Während dieser Sitzung wird Ihre Krankengeschichte ausgewertet und Ihre Augen werden vollständig untersucht.  

Zu den wahrscheinlichen ersten Tests gehören die Messung der Hornhautdicke, der Refraktion, der Hornhaut-Kartierung, des Augendrucks und der Pupillen-Dilatation.

Sobald Sie diese Untersuchungen durchlaufen haben, treffen Sie den Chirurgen, der alle weiteren Fragen beantwortet. Anschliessend können Sie einen Termin für den Eingriff vereinbaren. 

Essen Sie am Tag der Operation eine leichte Mahlzeit, Nehmen Sie ausserdem alle verschriebenen Medikamente ein. Tragen Sie kein Augen Make-up und haben Sie keine sperrigen Accessoires im Haar, die die Positionierung des Kopfes unter dem Laser beeinträchtigen könnten.

Wenn Sie sich an diesem Morgen nicht wohl fühlen, rufen Sie den Arzt an, um festzustellen, ob der Eingriff verschoben werden muss. 

Das passiert bei der Augenoperation 
Während der Augenoperation wird ein Instrument, das als Mikrokeratom- oder Femtosekunden-Laser bezeichnet wird, verwendet. Damit wird ein Teil des Hornhaut-Gewebes umgeformt oder entfernt.

Das geschieht völlig schmerzlos. Nachdem die Hornhaut so umgeformt wurde, dass das Licht richtig auf die Netzhaut fokussiert werden kann, wird die Operation abgeschlossen. 

Die LASIK-Operation wird durchgeführt, während sich durch Augentropfen der Patient unter örtlicher Betäubung befindet. Das Lasern der Augen dauert normalerweise etwa 10 Minuten.

Patienten können auch eine leichte Sedierung anfordern. Nach der Operation sollten Sie von jemandem nach Hause gefahren werden. 

Nach der Operation 
Nach dem Eingriff sind Ihre Augen vorübergehend trocken, obwohl sie sich nicht so anfühlen. Der Arzt wird Ihnen verschreibungspflichtige Augentropfen geben, um Infektionen und Entzündungen vorzubeugen und die Augen feucht zu halten.

Diese Tropfen können bei der Verwendung vorübergehend zu leichten Verbrennungen oder Sehstörungen führen. Verwenden Sie keine Augentropfen, die nicht von Ihrem Augenarzt verordnet sind. 

Was muss vor der Operation beim Tragen von Kontaktlinsen beachtet werden? 
Wenn Sie starre Gas-durchlässige Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese mindestens drei Wochen vor dem Lasern der Augen nicht tragen. Andere Arten von Kontaktlinsen sollten mindestens drei Tage vor dem Eingriff nicht getragen werden.  

Wie lange dauert es, bis die Augen sich vom Lasern erholen? 
Die Heilung nach dem Lasern der Augen erfolgt normalerweise sehr schnell. Das Sehvermögen kann am ersten Tag etwas verschwommen sein, aber die meisten Patienten bemerken innerhalb weniger Tage nach der Operation ein verbessertes Sehvermögen. 

Etwas 24 bis 48 Stunden nach dem Eingriff wird der Arzt eine Nachuntersuchung durchführen. Innerhalb der nächsten sechs Monate sollten regelmässig Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. 

Welche Patienten sind für das Augen-Lasern geeignet? 
Die Laser-Augenchirurgie ist für die meisten Menschen über 18 Jahre geeignet. Idealerweise ist die Sehschwäche etwa zwei Jahre lang mehr oder weniger gleichgeblieben.

Besonders Menschen mit hohen Dioptrie-Werten können durch eine Augenlaser-Operation, auch in späten Jahren, oft auf eine Brille völlig verzichten.