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Roadtrips für Senioren: Mit dem Wohnmobil im Alter unterwegs

Mit dem Wohnmobil spontane Ferienpläne umsetzen.

Eine unter Rentnern beliebte Investition zum oder sogar vor dem Pensionsstart ist das Wohnmobil. Es symbolisiert und konkretisiert nicht nur Urlaubswünsche, sondern steht vor allem für Spontaneität. Wohnmobile ermöglichen maximale Mobilität, ohne dass die Besitzer auf Komfort verzichten müssen - ein Thema, dass gerade für Seniorenreisen sehr wichtig ist. Dazu kommt ein erhöhtes Sicherheitsgefühl; man ist schließlich im Eigenheim auf vier Rädern unterwegs.

Welches Wohnmobil ist das richtige?

Wer mi dem Gedanken spielt, sich ein Wohnmobil anzuschaffen, sollte genau überlegen, welches Modell am besten zu den eigenen Ansprüchen passt. Einfach ist die Entscheidung nicht, denn nicht immer weiß man schon vor der ersten Reise, welche Kriterien letztendlich für das persönliche Wohlempfinden ausschlaggebend sind. Die meisten Wohnmobilbesitzer wechseln über die Jahre hinweg mehrmals das Gefährt, bis sie wirklich zu ihrem Wunschwohnmobil gefunden haben. Deswegen empfiehlt es sich, sich auf Portalen wie Campanda.de nach infrage kommenden Fahrzeugen umzusehen und zumindest eine Probereise mit einem gemieteten Fahrzeug zu unternehmen.

Reiseplanung

Für einen gelungenen Roadtrip steht Spontaneität immer an höchster Stelle. Jedoch muss ein Minimum an Planung berücksichtigt werden, um gegebenenfalls der Altersvergesslichkeit vorzubeugen und unnötige Risiken zu vermeiden. Dafür gibt es ein paar simple Tipps

  • Informationsaustausch: Digital versierte Rentner können sich in Internetforen mit Gleichgesinnten austauschen. Das hat den Vorteil, dass man nützliche Erfahrungen aus erster Hand bekommt und mit anderen Wohnmobilbesitzern über mögliche Zweifel und Probleme diskutieren kann.
  • Gelassenheit: Zum Glück sind Senioren nicht mehr an die strikten Urlaubsvorgaben ihres Arbeitgebers gebunden, und können solange die Welt erkunden, wie es ihnen Lust, Laune und Budget erlauben. Dabei darf es ruhig etwas gemütlicher zugehen. Halten Sie die Tageskilometer gering - Ihnen selbst zuliebe. Stundenlanges Fahren ist anstrengend und somit ein potenzieller Stress- und Krankheitsfaktor, der sich leicht vermeiden lässt.
  • Gesundheit: Ein Vorsorge-Besuch bei Ihrem Hausarzt schadet nicht. Denken Sie bei der Organisation Ihres Roadtrips auch an etwaige Medikamente, damit Sie während der Reise nicht in einen Engpass geraten.
  • Route: Es gibt sogenannte Scenic Routes, die für ihre landschaftliche Besonderheiten bekannt sind und sich besonders für einen Roadtrip eignen. Natürlich liegen viele davon nicht in unmittelbarer Nähe. Aber selbst in Deutschland gibt es Touren mit dem gewissen landschaftlichem, architektonischem oder historischem Extra, beispielsweise die Romantische Straße. Vergessen Sie nicht, eine aktualisierte Karte oder ein Navigationsgerät mit an Bord zu nehmen. Gerade im Ausland wird Ihnen die Beschilderung fremd und oft nicht direkt verständlich sein.

 

Senioren-Roadtrip als kulturelle Bewegung

Seit Jahren beobachten Wissenschaftler in Australien das soziokulturelle Phänomen der Grey Nomads: In Massen machen sich Pensionäre auf, die landschaftlich schönen Routen ihres Landes mit dem Wohnmobil zu erkunden. Das gleiche Schema ist auch bei deutschen Rentner beliebt, die sich alljährlich an die Mittelmeerküste begeben, um dem kalten deutschen Winter zu entgehen. Allerdings haben viele von ihnen durch langjährige Erfahrung bereits ihre Stammplätze gefunden und weichen nur selten von der gewohnten Route ab. Der Reiz eines Roadtrips ist jedoch das Neue. Selbst wenn Sie also eine feste Reiseroute haben, lassen sich ohne große Planänderung unbekannte Orte in der Nähe ansteuern, um den eigenen Horizont Stück für Stück zu erweitern.

Bildrechte: Flickr Auf dem Campingplatz in Geilo Markus Tacker CC BY-ND 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten