Terrassengestaltung

Die perfekte Terrassengestaltung – So zaubern Sie sich einen tollen Ort für den Sommer

Eine Terrasse perfekt gestalten

Ein Sonnenschirm, der großzügig Schatten spendet, kann bei Hitzewellen für die nötige Abkühlung sorgen.

Eine Terrasse perfekt gestalten

Ein absolutes Muss für eine schöne Terrasse sind Pflanzen in jeglichen Formen und Arten.

Eine Terrasse perfekt gestalten

Sowohl die Farbgestaltung der Möbel als auch die der Textilien sollten Sie hingegen gezielt aufeinander abstimmen.

Der Hochsommer steht vor der Tür. Die Sonne lacht und die Blumen blühen. Gibt es einen schöneren Ort als die eigene Terrasse, um diese heißen Tage und lauen Sommernächte zu genießen?

Egal ob Sie erst in ein neues Eigenheim gezogen sind oder ob Sie Lust haben, Ihren Außenbereich umzugestalten, wir helfen Ihnen Stück für Stück, Ihre Terrasse in eine wahre Wohlfühloase zu verwandeln. Welche Tipps und Tricks Ihnen bei der Planung und Stilfindung helfen können und welche Materialien am besten für die heißen Tage geeignet sind, erfahren Sie hier.

1. Smarte Planung für Ihre Wunschterrasse

Natürlich haben Sie bei einer größeren Terrasse mehr Spielraum, um Ihre Visionen zu verwirklichen, aber auch kleineren Außenbereichen können Sie anhand einiger Faustregeln ihr Potenzial entlocken.

Bei größeren Terrassen sollten die Möbel mindestens einen Meter Abstand zur Kante der Terrasse haben. So stellen Sie sicher, dass zum Beispiel Ihre Stühle einen stabilen Stand haben und nicht an der Grenze zum Garten in die Wiese umfallen oder zu eng gedrängte Möbel bei Bewegungen aneinanderstoßen. Für begrenzte Platzmöglichkeiten eignen sich wiederum smarte Klapp- und Multifunktionsmöbel.

Weiterhin sollten Sie sich fragen, wie Sie den Bereich am besten seinem gewünschten Zweck entsprechend gestalten können. Ist die Terrasse für Sie in aller erster Linie ein Ort, um bei schönem Wetter gemeinsame Mahlzeiten vom Innenbereich nach Außen verlegen zu können? Oder möchten Sie tagsüber lieber die Möglichkeit haben, die Sonne anzubeten und auf den Aspekt der Entspannung setzen?  Wenn Sie Ihre Prioritäten kennen, können Sie so beispielsweise schneller zwischen dem Kauf eines Grills oder einer Sonnenliege entscheiden. Haben Sie zusätzlich noch einen Garten, sollten Sie einen fließenden Übergang in Betracht ziehen, der die gesamte Fläche optisch größer erscheinen lässt.

2. Einen kühlen Kopf bewahren 

Unabhängig davon, zu welcher Himmelsrichtung Ihre Terrasse ausgerichtet ist, sollten Sie auf jeden Fall den nötigen Schutz vor starker Sonneneinstrahlung gewähren. Ein Sonnenschirm, der großzügig Schatten spendet, kann bei Hitzewellen für die nötige Abkühlung sorgen. Alternativ bietet sich das Anbringen eines Sonnensegels an, welches immer zumindest einen Teilbereich der Terrasse vollständig abdecken sollte. Der Vorteil bei kleineren Terrassen ist, dass das in der Luft hängende Segel keinen extra Platz einnimmt.

Eine noch platzsparendere und subtilere Option für den nötigen Sonnenschutz ist die Installation einer entweder manuell oder per Knopfdruck ausfahrbaren Markise. So lässt sich Ihre Terrasse an sonnenintensiven Sommertagen ganz schnell und einfach in ein schattiges Plätzchen verwandeln. Die Anbringung einer robusten, strapazierfähigen Markise bietet auf lange Sicht den nachhaltigsten Schutz, da sie in eingefahrenem Zustand auch vor Wind- und Wettereinflüssen gefeit ist.

3. Grüne Daumen hoch!

Ein absolutes Muss für eine schöne Terrasse sind Pflanzen in jeglichen Formen und Arten. Egal ob Blumenhochbeet oder Kräutergarten, diese natürlichen Deko-Elemente bringen Farbe auf Ihre Terrasse. Während die angepflanzten Kräuter eine wunderbare Ergänzung zu Festmahlen an sommerlichen Grillabenden sind, danken es Ihnen vor allem die Bienen und viele andere kleine Helfer unserer Umwelt, wenn Sie mit farbenfrohen Blumen und Kräutern ein Stück Natur auf Ihre Terrasse bringen. Die Grünflächen und Blumentöpfe schaffen ein erholsam wirkendes, freundliches Ambiente und verhindern, dass die Fläche zu kahl oder gar steril wirkt. Durch die Investition in Ihren grünen Daumen helfen Sie so nicht nur dem optischen Flair der Terrasse und Ihrem Feinschmeckersinn auf die Sprünge, sondern tun auch noch etwas Gutes für die Umwelt.

4. Stilsicher bei jedem Budget

Bei der Auswahl für das Design der Terrassenausstattung hilft es, sich bei Unentschlossenheit verschiedene Stile anzusehen. So können Sie leichter entscheiden, ob Ihnen zum Beispiel eher der ländliche oder das mediterrane Flair gefällt. Vielleicht entspricht aber auch eher der moderne, minimalistische Stil ihrem Geschmack.

Für den rein optischen Aspekt lohnt es sich bei Oberflächen sowie Stoffen bezüglich der Ausstattung mit unterschiedlichen Strukturen und Texturen zu spielen und diese zu mixen. Sowohl die Farbgestaltung der Möbel als auch die der Textilien sollten Sie hingegen gezielt aufeinander abstimmen und nicht das komplette Farbspektrum einbringen.

Auch je nach Budget lassen sich Anpassungen vornehmen. Es muss nicht unbedingt immer die hochwertigste Sonnenliege oder der Esstisch aus dem teuren Möbelhaus sein. Preiswerten und trotzdem maximalen Komfort bietet das Anbringen einer Hängematte. Das lässige Pendant zur klassischen Liege oder Sitzecke lädt zum entspannten Lesen ein und ist mit wenig Aufwand leicht integrierbar. Eine weitere Idee ist, sich seine Loungemöbel aus gebrauchten Paletten oder alten Holzbrettern selbst zu bauen. Mit etwas Kreativität und handwerklichem Geschick können Sie sich so einen individuellen Hingucker auf ihre Terrasse zaubern.

5. Hitzebeständig und robust ­von Kopf bis Fuß

Sobald die bevorzugte Stilrichtung gewählt ist, ist es sinnvoll, noch einmal einen Blick auf die verwendeten Materialien zu werfen. Nicht nur bei den Möbeln sollten Sie darauf achten, dass diese wetterbeständig sind, auch die Bezüge der Sitzkissen und der Sonnenschutz sollten aus qualitativ hochwertigen Stoffen bestehen, die strapazierfähig sind.

Bei der Farbwahl gilt im Grunde:

Dunkle Farben (Schwarz, Dunkelbraun etc.)

Helle Farben (Weiß, Beige etc.)

Absorbieren das Sonnenlicht und speichern die Hitze der Sonneneinstrahlung     

Reflektieren das Sonnenlicht und heizen sich nicht so stark auf

Verkleinern die Terrassenfläche optisch

Lassen eine Fläche offener und größer erscheinen

Bieten ein klassisches und nobles Design

Vermitteln ein warmes und freundliches Ambiente

Möchten Sie also stark aufgeheizte Möbel vermeiden, sollten Sie Farben wie Schwarz oder Dunkelbraun lieber meiden. Sind Sie dennoch ein Fan von dunklen Tönen, können Sie als Kompromiss helle Sitzauflagen oder ein weißes Sonnensegel wählen. Helle Farben vergrößern die Terrasse optisch und schenken oft ein elegantes Urlaubsflair für zu Hause. Hier sollten Sie beim Kauf lediglich darauf achten, dass die Textilien wirklich schmutzresistente Eigenschaften besitzen, um eine schnelle sichtbare Abnutzung zu vermeiden.

Ein weiterer Aspekt, der nicht zu vernachlässigen ist, ist die Beschaffung des Bodens.

Auch hier gilt dieselbe Faustregel: Dunkle Farben speichern die Hitze besser. Behalten Sie diese im Hinterkopf, wenn Sie es lieben, im Sommer barfuß zu sein oder Sie sicher gehen wollen, dass die Fläche unbedenklich von Kindern zum Spielen genutzt werden kann. So können Sie einen Belag wählen, der die Verbrennungs- und Verletzungsgefahr minimiert.

Möchten Sie es naturbelassen halten, eignen sich Böden aus Holz oder Stein. Bei Holz ist ein breites Spektrum an Beschaffenheit, Muster und Farbe gegeben. Es gilt als Klassiker unter den Böden und ist mit unterschiedlichen Designs kombinierbar. Bei der Art des Holzes können die Preise stark variieren. So ist ein Quadratmeter Lerchenholz ab die 20 Euro erhältlich, ein Quadratmeter Esche kann hingegen um die 160 Euro kosten.

Eine günstigere Alternative bietet Natur- oder Betonstein. Auch hier sind Größe und Stil der Steine individuell an die eigene Terrasse anpassbar. Fällt die Wahl allerdings auf schwere Betonsteine, ist es wichtig, darauf zu achten, dass ein stabiler Unterbau gewährleistet ist. Generell kann das Material für die Unterbaukonstruktion sehr kostspielig sein und sollte daher vorher großzügig mit einkalkuliert werden.

Eine weitere Option ist WPC. Hinter dem Kürzel steckt der Name „wood plastic composites“. Bei diesem Material handelt es sich um einen Mix aus Naturfasern und Kunststoff, wobei der Naturfaserkern meist aus einer Holzart gewonnen wird. Das Ergebnis ist ein Belag, der den typischen Holzdielen optisch sehr ähnelt. Diese Art des Bodens ist jedoch günstiger und pflegeleichter als pures Holz und zudem zu Freuden aller Barfußgänger völlig frei von Splittergefahr. Das Material ist außerdem zu hundert Prozent recyclebar und in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Doch auch hier sind besonders die dunkleren Farben anfällig dafür, sich bei starker Sonneneinstrahlung aufzuheizen. Entscheiden Sie sich für die WPC-Variante, sollten Sie den Hersteller einem ausführlichen Qualitätscheck unterziehen. So vermeiden Sie an mangelhaft gefertigte Billigware aus Fernost zu geraten.

Photo by Julian Hochgesang on Unsplash
Photo by Sonnie Hiles on Unsplash
Photo by Sankalp Agrawal on Unsplash